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Zahlungsverkehr

Im schweizerischen und internationalen Zahlungsverkehr sind verschiedene Zahlungsbelege/Einzahlungsscheine im Umlauf. Dieser Fachartikel beschreibt die in der Schweiz eingesetzten Zahlungsbelege.

Einzahlungsschein Post

Ein ES Post (Einzahlungsschein) ist ein Zahlungsbeleg eines Postkontos der Schweizerischen Post. Der ES Post hat eine rote Hintergrundfarbe.

Beispiel eines ES Post:
ES Post

Auf einem ES Post ist der Begünstigte/Rechnungssteller (Einzahlung für) und die Postkontonummer (Konto) enthalten. In der weissen Kodierzone ist die Kontonummer in maschinenlesbarer Schrift gedruckt.

InfoCom Kreditor unterstützt die Erfassung von ES Post.

Einzahlungsschein Bank

Ein ES Bank (Einzahlungsschein) ist ein Zahlungsbeleg eines Bankkontos einer Schweizer Bank. Der ES Bank hat eine rote Hintergrundfarbe.

Beispiel eines ES Bank:
Einzahlungsschein Bank

Auf einem ES Bank ist die Bankadresse (Einzahlung für), die Bankkontonummer und die Adresse des Begünstigten/Rechnungsstellers (Zugunsten von) sowie die Postkontonummer der Bank (Konto) enthalten.

Die Darstellung der Bankkontonummer ist bankenspezifisch. Rechts von der Kontonummer steht die BC-Nr. Die BC-Nr. (Bankenclearing) dient zur Identifizierung der Schweizer Bank des Begünstigten/Rechnungsstellers. In der weissen Kodierzone  ist die Bankkontonummer, die BC-Nr. und die Postkontonummer der Bank in maschinenlesbarer Schrift gedruckt.

Der ES Bank wird kontinuierlich durch den ES IBAN abgelöst (siehe weiter unten).

InfoCom Kreditor unterstützt die Erfassung von ES Bank.

Einzahlungsschein mit Referenznummer

Ein ESR (Einzahlungsschein mit Referenznummer) ist ein gemeinschaftlicher Zahlungsbeleg der Schweizerischen Post und der Schweizer Banken. Die Post spricht von VESR (Verfahren Einzahlungsschein mit Referenznummer) die Banken sprechen von BESR (Bankeinzahlungsschein mit Referenznummer). Der ESR hat eine orange Hintergrundfarbe.

Beispiel eines ESR:
ESR

Auf einem ESR ist die Adresse des Begünstigten/Rechnungsstellers (Einzahlung für), die Teilnehmernummer (Konto), eine Referenz-Nr. und oft auch der Rechnungsbetrag enthalten. In der weissen Kodierzone ist die Teilnehmernummer, die Referenz-Nr. und allenfalls der Rechnungsbetrag in maschinenlesbarer Schrift gedruckt.

Dank der standardisierten Form ermöglicht der ESR eine automatisierte Belegverarbeitung vom Auftraggeber/Zahlungspflichtigen bis zum Begünstigten /Rechnungssteller im nationalen Zahlungsverkehr. Im internationalen Zahlungsverkehr übernimmt der IPI die Funktion des ESR (siehe weiter unten).

InfoCom Kreditor unterstützt die Erfassung von ESR.

InfoCom Faktura unterstützt das Drucken von ESR.

InfoCom Debitor unterstützt das Einlesen von ESR-Zahlungen via Internet-Banking (siehe weiter unten).

Einzahlungsschein IBAN

Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine international standardisierte Kontonummer, anhand der sich die drei wesentlichen Merkmale einer Bankbeziehung, nämlich das Land, das Finanzinstitut und die Bankkontonummer auf Anhieb eindeutig bestimmen lassen.

Beispiel einer IBAN: CH73 0663 3016 3504 2011 0

Der BIC (Bank Identifier Code) dient zur Identifizierung der Bank des Begünstigten/Rechnungsstellers. Beispiel einer BIC: RBABCH22633

Dank der Angabe von IBAN und BIC kann eine Zahlung automatisch ohne manuelle Bearbeitung verarbeitet werden. Für alle grenzüberschreitenden Zahlungen innerhalb Europas müssen ab 1. Januar 2007 die IBAN und der BIC des Begünstigten/Rechnungsstellers obligatorisch auf einem Zahlungsauftrag eingetragen werden.

Im Inlandzahlungsverkehr wird der ES Bank kontinuierlich durch den ES IBAN abgelöst. Das Erscheinungsbild ist identisch mit dem ES Bank, nur dass statt der bankspezifischen Kontonummer die IBAN eingedruckt ist.

Beispiel eines ES IBAN:
ES IBAN

Auf einem ES IBAN ist die Bankadresse (Einzahlung für), die IBAN und die Adresse des Begünstigten/Rechnungsstellers (Zugunsten von) sowie die Postkontonummer der Bank (Konto) enthalten. Eine schweizerische IBAN beginnt mit CH oder LI (für Liechtenstein) und umfasst immer 21 Stellen. Im Inlandzahlungsverkehr ist die Angabe des BIC nicht erforderlich. Ihre eigene IBAN und BIC erhalten Sie von Ihrer Bank.

InfoCom Kreditor unterstützt die Erfassung von IBAN-Einzahlungsscheinen ab der Version 5.1.

Einzahlungsschein IPI

Der Einzahlungsschein IPI (International Payment Instruction) ist die internationale Variante des in der Schweiz häufig verwendeten ESR. Der ES IPI hat eine weisse Hintergrundfarbe mit rotem Vordruck. Die Beschriftung ist in Englisch gehalten, daneben ist eine zweite Sprache zugelassen.

Beispiel eines IPI:
IPI

Auf einem ES IPI ist der BIC (Beneficiary’s Bank), die IBAN (Beneficiary Account number), die Adresse des Begünstigten (Beneficiary Name), ein Verwendungszweck (Details of payment), die Währung (Currency) und oft auch der Rechnungsbetrag (Amount) enthalten. In der Kodierzone sind alle Angaben des IPI in maschinenlesbarem 2D-Barcode gedruckt.

Dank der standardisierten Form ermöglicht der ES IPI eine automatisierte Belegverarbeitung vom Auftraggeber/Zahlungspflichtigen bis zum Begünstigten/Rechnungssteller im nationalen und internationalen Zahlungsverkehr.

InfoCom Kreditor unterstützt die Erfassung von IPI-Einzahlungsscheinen ab der Version 5.1.

Beleglesegerät

Mit einem Beleglesegerät können Zahlungsbelege automatisch erfasst werden. Beleglesegeräte lesen die maschinenlesbaren Bereiche einer Kodierzone.

InfoCom Kreditor unterstützt die maschinelle Erfassung von allen in diesem Fachartikel beschriebenen Einzahlungsscheinen ab der Version 5.1.

Internet-Banking

Von Internet-Banking (auch eBanking, Online-Banking) spricht man, wenn Bankgeschäfte im Allgemeinen und der Zahlungsverkehr im Besonderen über das Internet abgewickelt werden. Dabei sind im Zahlungsverkehr die Begriffe ESR-Datei und DTA-Datei von Bedeutung.

ESR-Datei: Falls Sie als Rechnungssteller Ihren Kunden ESR abgeben, können Sie im Internet-Banking periodisch von den eingegangenen Zahlungen eine ESR-Datei erstellen. Diese ESR-Datei können Sie mit InfoCom Debitor einlesen und die darin enthaltenen Zahlungen automatisch verbuchen.

Verarbeitung einer ESR-Datei:
ESR-Datei

DTA-Datei: Der Begriff DTA (Datenträgeraustausch) stammt noch aus einer Zeit, als man eine Datei mit Vergütungsaufträgen auf Magnetband oder Diskette bei den Banken einreichen konnte. Das Prinzip ist das selbe geblieben, nur dass die DTA-Datei heute per Internet-Banking der Bank übermittelt wird.
Mit InfoCom Kreditor ist es möglich, aus einem Vergütungsauftrag eine DTA-Datei zu erstellen. Diese Datei können Sie im Internet-Banking der Bank zur Ausführung der darin enthaltenen Zahlungen übermitteln.

Verarbeitung einer DTA-Datei:
DTA-Datei

Weitere Informationen zum Thema

Swiss Interbank Clearing www.sic.ch